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Befehlsstruktur 

Wir fliegen immer in sogenannten "Flights" die jeweils mit einem Callsign benannt werden. Diese Rufnamen haben nichts mit den Namen der Piloten zu tun, sondern bezeichnen immer den Flugzeugtyp: wir verwenden also z.B. "Hornet" als Callsign für die F/A-18.

Ein "Flight" (oder im Bambini-Code "Doppelpatroullie") von vier Flugzeugen besteht aus zwei "Elements" ("Patroullien") aus je zwei Flugzeugen. Gewisse Vorsicht ist in der Befehlsgebung gefordert: der Flightleader muss in einem Befehl angeben ob der ganze Flight oder nur sein direkter Flügelmann gemeint ist. Er meldet somit zum Beispiel "Hornet-Flight, say Fuelstate!" wenn er die Treibstoffmeldungen aller Flugzeuge in seiner Doppelpatroullie hören will und "Hornet-Two, say Fuelstate!" wenn er die Information nur von seinem Flügelmann will.

Ein "Element" von zwei Flugzeugen ist die kleinste heutzutage verwendtete Kampfeinheit und zwei Flugzeuge operieren immer gemeinsam koordiniert und decken sich gegenseitig ab. Natürlich geht es hierarchisch so weiter und zwei Elements operieren als Team und schützen sich gegenseitig und auch mehrere Flights können miteinander koordiniert operieren.
Die Britische RAF verwendete bei der Luftschlacht um England im Zweiten Weltkrieg übrigens eine Dreiergruppe als kleinste Kampfeinheit: dies erwies sich aber schon bald als sehr ungünstig für den Luftkampf, da so jeder Pilot gleichzeitig mit zwei Flügelmännern koordinieren musste, und schon bald wurde das noch heute verbreitete Sytsem mit Zweiergruppen eingeführt...

Umgekehrt sind jeweils Flügelmänner ihrem direkten Vorgesetzten gegenüber verantwortlich und befolgen seine Befehle unter allen Umständen, ausser eine Ausführung ist technisch nicht möglich oder würde das Flugzeug gefährden: Schlussendlich gilt "Pilot in Command" was bedeutet dass jeder Pilot voll und ganz für seine Maschine verantwortlich ist. Wenn also Stinger-4 wenig Treibstoff hat, dann ist eine Landung unabhängig vom Einsatzplan absolute Priorität - selbstverständlich nach Absprache mit dem Leader. Natürlich versuchen geschickte Flightleader solche Situationen durch gute Planung am Boden und gute Führung in der Luft zu vermeiden!